Windows 10 Schnellstart Auswirkungen

Windows 10 startet mit neuem Boot-Vorgang, das Hochfahren des Rechners soll beschleunigt werden, was an und für sich erwünscht ist, birgt der Schnellstart jedoch auch unverhofft Probleme.

Windows 10 Boot-Vorgang

Der Schnellstart von Microsoft erstmals der mit Windows 8 eingeführte Fast Boot, soll den Boot-Vorgang beschleunigen. Der Schnellstart von Windows 10 kann dabei unter Umständen auch unerwünschte Probleme verursachen, und kann vor allem in einem Unternehmensnetzwerk für unerwartetes verhalten verantwortlich sein.

Beim Startvorgang durchläuft Windows 10 grundlegend drei Vorgänge: den Preboot, die System Initialisierung und laden der Treiber und abschliessend das bereitstellen der Anwendersitzung. Es wird die Zeit verkürtzt die das System benötigt um den Kernel und die Treiber zu laden und liest den Status stattdessen vom zuvor geschriebenen Zustand (Checkpoint) ein. Im Unterschied zum bekannten Ruhezustand (Hibernation) des Rechners werden bei dieser Methode keine Anwenderdaten vor dem Ruhezustand gesichert. Offene Dateien und Programme wurden zuvor geschlossen.

Boot-Vorgang Auswirkungen

Der veränderte Bootvorgang bringt gewisse Probleme mit sich. Der Rechner wird nie vollständig heruntergefahren, was Auswirkungen hat die berücksichtigen werden müssen; eingespielte Updates werden erst nach einem vollständigen Neustart aktiviert, Gruppenrichtlinien im Netzwerk oder Softwareverteilungen werden nicht ausgeführt, wenn diese ein Kaltstart erfordern. So wurde bekannt, das mit dem Windows 10 Update Version 2004 die Netzwerkverbindungen nicht mehr hergestellt wurden, mit Freigaben diese über das Netzwerkprotokoll SMB Version 1 genutzt werden.

Mit Shift-Taste Herunterfahren

Zum vollständigen Herunterfahren wird die Shift-Taste beim Ausschalten des Rechners gedrückt, gleichzeitig bei Klick auf Herunterfahren, so erfolgt beim nächsten Neustart ein Kaltstart.

Windows Schnellstart deaktivieren

Der Windows 10 Schnellstart kann in der Systemsteuerung – Energieoptionen deaktiviert werden, mit drücken der Windows-Logo Taste + R:

hoytkey

und der Tastatur-Eingabe
control powercfg.cpl

Windows + R Taste Ausfuehren control powercfg_cpl
Windows 10 MMC-Console Energieoptionen
Windows 10 MMC-Console Energieoptionen

Auf den Eintrag klicken Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll, um die Einstellung für das verhalten des Netzschalter zu ändern (rot eingerahmt).

Systemeinstellungen Energieoptionen verhalten des Netzschalters
Systemeinstellungen Energieoptionen verhalten des Netzschalters

Die Einstellung für das Herunterfahren erfordert erst das aktivieren, mit Klick auf Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar. (rot eingerahmt).

Schnellstart in Registry deaktivieren

Die Schnellstart Deaktivierung kann auch per Registry vorgenommen werden, geeignet beispielsweise für die Verteilung aus Batch oder mit einem Registry-Eintrag aus einer Gruppenrichtlinie.

Hierzu öffnet man eine Eingabeaufforderung als Administrator und führt folgende REG ADD Zeile aus:

Zeile mit  Copy Paste einfügen und ausführen.

Aktivieren lässt sich der Schnellstart wieder mit REG_DWORD "1"

Zeile mit Copy Paste einfügen und ausführen.

Verknüpfung erstellen mit VBScript

Mit Visual Basic Script Verknüpfungen auf Desktop erstellen

VBScript können überall dort eingesetzt werden, wo automatisierte Aufgaben erforderlich sind. Die Anwendung von Batchdateien ist nicht immer das geeignete Mittel, und der Einsatz von Gruppenrichtlinien steht nicht überall zur Verfügung, hier kann ein Visual Basic Script diese Aufgabe übernehmen, beispielsweise um Verknüpfungen zu Anwendungen für Benutzer bereitzustellen.

create-shortcut.vbs

Das folgende VBScript erstellt eine Verküpfung (shortcut) auf dem Desktop, hier zum Beispiel für den Windows Rechner.

Die VBScript Zeilen durch  Copy Paste in Notepad einfügen und als Datei create-shortcut.vbs speichern, und mit einem Doppelklick die Verknüpfung erstellen.

Die auf dem Desktop erstellte Verknüpfung nun ausführen um den Windows Rechner zu öffnen. Aus der Eingabeaufforderung oder aus einer Batch kann dieses VBScript mit cscript gestartet werden.

  Zu guter letzt, die Const Zeilen im Script können editiert werden, für beliebige weitere Anwendungen.

Netzlaufwerk mapping aus PowerShell Script

Windows Netzlaufwerk verbinden mit PowerShell

PowerShell Scripts können genutzt werden um Netzlaufwerke zu Windows-Netzwerkfreigaben auf Server oder NAS Geräte zu erstellen. Dort wo die Batchverarbeitung nicht die geeignete Wahl ist, oder aber Gruppenrichtlinien nicht möglich sind, kann ein PowerShell Script diese Aufgabe erfüllen, beispielsweise bei der Ausführung von Login Scripts bei Remote Clients über VPN, oder Clients diese nicht Mitglied der AD Domäne sind.

PowerShell für Netzlaufwerk Mapping

Das PowerShell Script-Beispiel netdrive.ps1, erstellt die Windows-Netzwerkfreigabe zum Netzlaufwerk Z: für den Benutzer, dabei kann die Anmeldung als ein anderer Benutzer erfolgen, als mit dem man am Client authentifiziert ist.

Die entsprechende Windows-Netzwerkfreigabe wird in Zeile 7 bei $sharePath definiert, das Laufwerk wird in Zeile 8 bei $mapDrive zugewiesen, in dem der jeweilige Platzhalter zwischen den Anführungs- und Schlusszeichen angepasst wird. Sollen weitere Netzlaufwerke zugewiesen werden, kann in der if Anweisung Zeile 7 – 11 für die nächste Netzwerkfreigabe kopiert werden, dabei die Variablen mit $sharePath1 und $mapDrive1 benannt werden.

Windows PowerShell Anmeldeinformationen
Windows-PowerShell Anmeldeinformationen

PowerShell Script aus Batch ausführen

Ist bereits ein Batch zB. netlogon.bat in Anwendung, wird netdrive.ps1 aus einer Batchdatei wie folgt ausgeführt:

Nach erfolgreicher Anmeldung wird das Netzlaufwerk zur Windows-Netzwerkfreigabe erstellt. Zur Kontrolle wird die Laufwerkszuordnung in der Logdatei netdrive.log protokolliert.