Automatische IP-Adressen Link-Local APIPA deaktivieren

Automatische IP-Adressen Link-Local, TCP/IP-Adressierung APIPA deaktivieren wenn kein DHCP-Server verfügbar ist

Automatische IP-Adressen Link-Local APIPA deaktivieren

ZEROCONF gemeinhin als IPv4 Link-Local (IPv4LL) und Automatic Private IP Addressing (APIPA) nutzt den Bereich 169.254.0.0/16 für Netzwerk-Adressen. Diese per Default aktivierte APIPA Adressierung ist von Systemadministratoren oft nicht erwünscht.

Die meisten Windows Versionen und Linux-Distribution verwenden die Zero-Network-Konfiguration (ZEROCONF) um das Netzwerk ohne zentrale Instanz automatisch zu konfigurieren, also ohne die Notwendigkeit des Vorhandenseins eines DHCP oder DNS-Server in einem Netzwerk. ZEROCONF ist ein IETF-Organ, das eine Reihe von dynamischen Protokolle plant und koordiniert, es soll einem Betriebssystem die automatische Netzwerk Konfiguration ermöglichen.

Unter Windows kann die automatische adressierung, APIPA ZEROCONF (Link-Local) mit folgender Registrierung deaktiviert werden, dazu die Eingabeaufforderung als Administrator öffnen und die REG Zeile durch Copy & Paste ausführen.

REG ADD HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters /v IPAutoconfigurationEnabled /t REG_DWORD /d "00000000" /f

Bei Linux wird die Datei network editiert und ZEROCONF= YES oder NO eingefügt.

$ sudo vi /etc/sysconfig/network

NOZEROCONF=yes

Bei RHEL/Fedora/CentOS wird die Konfiguration wie folgt übernommen.

$ service network restart

avahi-daemon Konfiguration ändern

Für Linux Mint und Ubuntu muss die avahi-daemon Konfiguration geändert werden.

$ sudo vi /etc/default/avahi-daemon

AVAHI_DAEMON_DETECT_LOCAL=0

Bei Linux Mint / Ubuntu den avahi-daemon restarten.

$ sudo /etc/init.d/avahi-daemon restart

Den avahi-daemon beim boot nicht automatisch starten.

$ update-rc.d -f avahi-daemon remove

Für Red Hat und CentOS.

$ chkconfig avahi-daemon off

Bei Debian 10 (buster) muss die automatisch konfigurierte Adresse in /etc/network/interfaces entfernt werden.

allow-hotplug eth1
iface eth1 inet manual
iface eth1 inet6 static
    address fe80::a
    netmask 64

iface eth1 inet6 static
    address 2001:db8::a
    netmask 64
    gateway fe80::b
    dns-server 2001:db8::c

    post-up ip address del fe80::a:b:c:d/64 dev eth1

Netzwerk Zero-Konfiguration

Network Zero-Configuration (Zeroconf), auch bekannt als APIPA und Link-local, ist eine Reihe von Technologien, die automatisch ein nutzbares Computernetzwerk auf Basis der Internet Protocol Suite (TCP/IP) erstellen, wenn Computer oder Netzwerkperipheriegeräte miteinander verbunden sind. Es sind keine manuellen Bedienereingriffe oder spezielle Konfigurationsserver erforderlich. Ohne Zeroconf muss ein Netzwerkadministrator Netzwerkdienste wie Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) und Domain Name System (DNS) einrichten oder die Netzwerkeinstellungen jedes Computers manuell konfigurieren.

Zeroconf basiert auf drei Kerntechnologien: automatische Zuweisung numerischer Netzwerkadressen für vernetzte Geräte, automatische Verteilung und Auflösung von Computer-Hostnamen und automatische Lokalisierung von Netzwerkdiensten wie Druckgeräten.

PuTTY SSH zu ESXi-Host

VMware ESXi bringt laufend Neuerungen, so wurde auch der OpenSSH 7.1 Daemon integriert. Dabei kommt es beim versuch mit PuTTY ein SSH Terminal zum ESXi-Host zu initialisieren zum timeout.

PuTTY SSH zu ESXi-Host

mit anschliessendem Fehler: Server unexpectedly closed network connection.

Auf dem ESXi-Host wird folgender Eintrag protokolliert, in /var/log/auth.log:

2016-08-26T19:54:51Z sshd[35650]: error: Hm, kex protocol error: type 30 seq 1

Der Grund liegt beim Algorithmus für den Schlüsselaustausch, Diffie-Hellman group exchange des PuTTY, dieser bereits über 10 Jahre alte Algorithmus zur Verschlüsselung wird von OpenSSH 7.1 nicht mehr unterstützt.

PuTTY Key exchange Algorithmus

PuTTY SSH zu ESXi-Host

Damit dennoch über PuTTY SSH Terminal Sessions möglich sind, muss der Algorithmus Diffie-Hellman group exchange nach unten verschoben werden, so das der neuere Algorithmus Diffie-Hellman group 14 zur ersten Priorität wird.

PuTTY Kex Diffie-Hellman
PuTTY Kex Diffie-Hellman

Die PuTTY Einstellung zur Session des ESXi 6.0 Host speichern, damit sind SSH-Terminal Verbindungen wieder möglich.

PuTTY SSH Client

PuTTY ist ein SSH- und Telnet-Client, der ursprünglich von Simon Tatham für die Windows-Plattform entwickelt wurde. Es ist eine Open-Source-Software, die mit Quellcode verfügbar ist und von einer Gruppe Freiwilliger entwickelt und unterstützt wird. PuTTY ist der Name einer erstmals im Jahr 1998 erschienenen Terminal-Emulatorsoftware.

Der PuTTY Client ist eine Software für textbasierte Terminalsitzungen. Mit der Software lassen sich Remote-Verbindungen per Telnet, Secure Shell, Remote Login und anderer Protokolle zu einer für diese Protokolle als Server agierenden Gegenstelle herstellen und Befehle über die Kommandozeilenoberfläche absetzen. Die Terminal-Emulatorsoftware agiert als Client und ist auf Rechnern mit Betriebssystemen wie Windows, Linux und macOS einsetzbar.

ESXi-Host

ESX und ESXi sind Hypervisoren vom Typ 1 von VMware, dem Anbieter für Virtualisierungslösungen. Mit ESXi ist es möglich, physische Host Ressourcen, wie beispielsweise Arbeitsspeicher, CPU, Netzwerk Verbindungen oder Speicherplatz unterschiedlichen virtuellen Maschinen zuzuweisen.

ESX und ESXi sind Bezeichnungen von Hypervisoren von VMware zur Virtualisierung von Servern, Rechenzentren und Rechnersystemen. ESX steht hierbei für “Elastic Sky X”, ESXi bedeutet “Elastic Sky X integrated”. Beide sind Hypervisoren von Typ 1, oder anders formuliert Bare-Metal Hypervisoren oder native Hypervisoren.