Alle Beiträge von Don Matteo

lebt in der Schweiz, ist System Engineer MCP bei A-Enterprise GmbH. Mitglied des UNBLOG Knowledge Network. Author und Blogger zu den Themen, Tutorials für Linux und Open Source.

Postfix Helo command rejected: Host not found

Postfix prüft eingehende E-Mails auf den Reverse-Eintrag (PTR), es kann zu „helo command rejected“ kommen. Stimmt der Hostname mit der IP-Adresse des sendenden MTA nicht überein, wird die E-Mail mit der Fehlermeldung 450 4.7.1 abgelehnt.

Postfix Mail Transfer Agent, Helo command rejected: Host not found

Mail Server FQDN – NOQUEUE: reject: RCPT from mail.example.org: 450 4.7.1: Helo command rejected: Host not found.

quote Maillog NOQUEUE reject 450 4.7.1 durch Postfix protokolliert.

Jul 17 07:21:18 mxhost postfix/smtpd[23544]: connect from mail.example.org[203.0.113.2]
Jul 17 07:21:18 mxhost postfix/smtpd[23544]: NOQUEUE: reject: RCPT from mail.example.org[203.0.113.2]: 450 4.7.1 <mailsrv02.foo.local>: Helo command rejected: Host not found; from=<homer.simpson@foo.com> to=<lisa.simpson@springfield.com> proto=ESMTP helo=<mailsrv02.foo.local>

Bei diesem Beispiel durch Postfix mit „helo command rejected“ abgelehnt. Es muss beim Absender überprüft werden, ob die IP-Adresse des Mailservers in der DNS Zone mit dem entsprechenden PTR-Record übereinstimmt.

Postfix Ausnahme durch EHLO/HELO

Ist der sendende Mailserver bekannt und vertrauenswürdig, kann Postfix angewiesen werden eine Ausnahme durch die EHLO/HELO Überprüfung zu veranlassen, durch die Regel in der Datei main.cf.

smtpd_helo_required = yes
smtpd_helo_restrictions =
        check_helo_access hash:/etc/postfix/helo_access,

Dazu wird eine Datei helo_access angelegt, mit folgendem Inhalt.

$ mailsrv02.example.org    PERMIT

Danach postmap ausführen um die hash db zu erzeugen.

$ postmap /etc/postfix/helo_access

Postfix muss die Änderung zur Aktivierung noch übernehmen.

$ postfix reload

Im maillog kann nun überprüft werden ob die Emails angenommen werden.

$ mailq
$ postqueue -f
$ tail -f /var/log/maillog

Mit mailq wird festgestellt ob sich etwa noch nicht zugestellte Emails in der Queue befinden. Mit dem Befehl postqueue wird der versuch der Zustellung gleich ausgelöst. Das öffnen mit tail -f (maillog) gibt Aufschluss über den Status der Zustellung.

Exchange Server falsch konfiguriert

Exchange Helo command rejected: Host not found

Oft sind es falsch konfigurierte Exchange Server die sich mit falschem, internen hostname melden, den korrekten FQDN stellt man in der ECP Konsole ein, beim zuständigen FrontendTransport Connector.

Helo command rejected: Host not found

Besser noch man lässt den Exchange Server über ein Smarthost seine Mails versenden, dadurch bietet sich die Möglichkeit ausgehende Mails zusätzlich mit DKIM im Envelop zu versenden, was die Authentizität erhöht, und bei eingehenden Mails eine wirksame SPAM und Schadcode Filterung ermöglicht, etwa durch SpamAssassin oder mit Amavis-new.

Anmerkung

Postfix ist ein Mail Transfer Agent für Unix und Unix-Derivate. Die Software sollte zum Entwicklungszeitpunkt eine kompatible Alternative zu Sendmail sein. Dabei achteten die Programmierer insbesondere auf Sicherheitsaspekte. Der Quellcode von Postfix steht unter der IBM Public License zur Verfügung und ist damit freie Software.

Postfix ist ein schnelles und im Verhältnis zu Sendmail oder qmail einfach zu administrierendes System. Dennoch gilt: Wie jeder MTA setzt auch Postfix fundierte Kenntnisse im Bereich Mailserver, Protokolle sowie weitreichende Systemkenntnisse voraus, da die Konfigurationen je nach Anwendungsfall sehr komplex werden können.

Cookie-Hinweise Blockieren

Wer im Netz unterwegs ist, stößt derzeit ständig auf Cookie-Hinweise, die den Nutzer daran erinnern, dass sein Surfverhalten aufgezeichnet wird. Vor Jahren von der EU als nützliche Datenschutzinformation eingeführt, ist die jetzige Flut dieser Hinweise für viele Nutzer nur noch ein lästiges Hindernis.

Dieser Hinweis ist meiner Meinung nach relativ sinnlos, weil fast jede Website Cookies verwendet. Eine aktuelle Studie spricht etwa von 95 Prozent aller Websites, die das Surfverhalten der Nutzer mit Cookies und anderen ausgefeilten Methoden systematisch aufzeichnen.

Google löste Hinweiswelle aus

Eigentlich hat die EU bereits 2009 in der Cookie-Richtlinie festgelegt, dass eine Website das Onlineverhalten seiner Besucher nur dann speichern darf, wenn der einzelne User dem vorher zugestimmt hat. Die EU-Vorgaben wurden allerdings nie umgesetzt. Als gängige Praxis wurde bisher die Aufklärung mittels Datenschutzerklärung im Impressum als ausreichend angesehen.

Hinter der jetzigen Flut an Cookie-Hinweisen steckt ausgerechnet Google, der mit Abstand größte Datensammler im Internet. Im Herbst letzten Jahres verpflichtete Google all seine Werbepartner, die EU-Richtlinie zu befolgen und auf Cookies hinzuweisen. Das Ergebnis bekommen die Nutzer seit Monaten massenweise zu sehen.

Cookie weiß was Nutzer tun

Bei jedem Websitebesuch hinterlässt der Nutzer Spuren. Diese werden von den Betreibern der Websites gespeichert und ausgewertet. Das nennt man Tracking. Dabei kommen unter anderem Cookies zum Einsatz, kleine Textdateien, welche die personenbezogenen Informationen direkt auf dem Computer des Nutzers speichern. Ursprünglich wurden die Cookies eingeführt, um sich zu merken, was der Benutzer vorher auf der Seite gemacht hat. Auch Facebook nutzt die Technik rigoros um anhand des Surfverhalten der Nutzer die passenden Produkte platzieren zu können.

Cookies zeichnen klares Bild des Nutzers

Mit Hilfe der Cookies können die Websitebetreiber genau nachvollziehen, welche Videos wann angeschaut und welche Produkte wie oft aufgerufen wurden. Aus einer Fülle von Einzeldaten zeichnen sie so eine ausführliche Datenspur, die ein klares Bild des Nutzers ergeben.

Sollte man manche Cookies also besser nicht erlauben? Das gezielte Ausschalten einzelner Cookies ist technisch möglich, aber unrealistisch für den Endnutzer. Das Blockieren aller Cookies ist hingegen technisch einfach möglich, hat aber den Nachteil, dass dann viele Funktionen von Webseiten einfach nicht mehr funktionieren. Zum Beispiel das automatische Log-in und das Hinterlegen von Produkten im Warenkorb.

Im Browser Cache gespeicherten Cookies löschen

Die im Browser Cache gespeicherten Cookies können mit Plugins wieder gelöscht werden, wie mit dem Click&Clean, dieses beim beenden des Browsers alle Cookies und bei bedarf den Verlauf und weitere Daten aus dem Cache entfernt.

Cookie-Warnungsblocker bringen Ruhe

Ein Browser Plugin mit dem bezeichnenden Namen „I don’t care about Cookies“ existiert bereits. Einmal im Browser installiert, werden die Hinweise einfach ausgeblendet. Auch Adblock und uBlock (Fanboy’s Cookiemonster List) bieten Filter gegen die massenhaften Hinweise an. Andere Filter wie zum Beispiel „Ghostery“ und „Disconnect“ zeigen an, wie viele Cookies auf welcher Website im Einsatz sind, denn bei vielen Websites weiß man nicht was alles im Hintergrund noch sonst so läuft.

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