Archiv der Kategorie: Workaround

UNBLOG Tutorials Usability and Addons Integration with Technical Workarounds and Tutorials for Professionals.

Credential or ssl-vpn configuration is wrong in Windows

Credential or ssl-vpn configuration is wrong (-7200) bei FortiClient in Windows

Bei dem Versuch mit dem FortiClient eine SSL-VPN Verbindung auf Windows 10, Windows Server 2016 oder 2019 zu starten, kann es sein das die Fehlermeldung „Credential or ssl vpn configuration is wrong (-7200)“ erscheint. Die Ursache für den Abbruch bei der Initialisierung der Verbindung zum Endpunkt liegt in der Verschlüsselung, diese in den Einstellungen der Internetoptionen zu finden ist.

Ein weiteres Symptom kann festgestellt werden, so wird die SSL-VPN Verbindung und Authentifizierung zwar erfolgreich aufgebaut, jedoch sind entfernte Geräte nicht erreichbar, ICMP antworten bleiben aus und führen in Time Out.

SSL-VPN Credential Fehler in Windows

Gemäss Fortinet-Support werden die Einstellungen aus den Windows Internetoptionen übernommen. Die Internetoptionen der Systemsteuerung kann über den Internet Explorer (IE) geöffnet werden, oder mit dem direkten Aufruf von inetcpl.cpl.

Windows-Logo + R

Mit drücken der Tasten Win+R und der Eingabe inetcpl.cpl mit OK ausführen.

inetcpl.cpl Ausführen
Windows Systemsteuerung Netzwerk und Internet Einstellungen zuruecksetzen, Credential ssl-vpn

Wähle das Register Erweitert.

Klicke auf die Schaltfläche Zurücksetzen. Erscheint die Schaltfläche bei Internet Explorer-Einstellungen zurücksetzen nicht, weiter gehen zum nächten Schritt.

Klicke auf die Option Persönliche Einstellungen löschen

Klicke auf Zurücksetzen

Internetoptionen erneut öffnen.

Zurück zu Register Erweitert.

TLS 1.0 verwenden deaktivieren (wird nicht mehr unterstützt)

Beheben des Ereignis mit Windows Fehleranzeige, Credential or ssl vpn configuration is wrong.

Website zu Vertrauenswürdige Sites hinzufügen

Die SSL-VPN Gateway URL zu den vertrauenswürdigen Sites (Trusted Sites) hinzuzufügen. Normalerweise ist der SSL-VPN Gateway die FortiGate am Endpunkt.

Windows Internetoptionen Sicherheit Trusted Sites, Credential ssl-vpn

In den Internetoptionen zum Register Sicherheit gehen und bei Vertauenswürdige Sites die Schaltfläche Sites klicken. Mit der Schaltfläche Hinzufügen die URL https://sslvpn_gateway:10443 hier als Platzhalter.

Hinweis: Hier wurde das Fortinet Standardzertifikat für SSL VPN verwendet – die Verwendung eines validierten gültigen Zertifikates wird jedoch keinen Unterschied machen.

Weiter muss unter Zertifikate der SSL-Status gelöscht werden, dazu geht man zum Register Inhalt und klickt auf die Schaltfläche SSL-Status löschen.

Credential ssl-vpn windows, Internetoptionen SSL-Status löschen

SSL-VPN Credential in Windows

Die SSL-VPN Verbindung sollte nun mit dem FortiClient Version 6 oder neuer, auf einem Windows Server 2016 oder neuer, und Windows 10 möglich sein. Die Windows Fehleranzeige, Credential or ssl-vpn configuration is wrong, sollte nicht mehr erscheinen.

SSH Login mit PuTTY Key Authentifizierung

PuTTY SSH Anmeldung mit puttygen Schlüsselpaare

Die SSH Authentifizierung über asymmetrische Schlüssel ist nicht nur sicherer als die Passwortabfrage, auch ermöglicht die Public-Key-Authentifizierung eine automatisierte Anmeldung, beispielsweise bei der Script Ausführung. Bei PuTTY dient der PuTTY Key Generator puttygen.exe zum Erzeugen von RSA-(Standard) oder DSA- und ECDSA Schlüsselpaaren.

Das Tool findet man auf putty.org mit Download PuTTY, hat man den putty-installer.msi gewählt, ist puttygen bereits im Windows-Startmenü unter PuTTY zu finden. Zum Erzeugen eines RSA-Schlüsselpaares genügt ein Klick auf die Schaltfläche Generate. Möchte man DSA- oder ECDSA-Schlüssel erzeugen, kann der gewünschte Algorithmus unten im Parameter Optionsfeld gewählt werden.

PuTTY Key Schlüsselpaar erzeugen

Für die Generierung des Schlüssels wird währenddessen der nötige Zufallsmechanismus erzeugt, indem man im freien Bereich des Dialogfensters die Maus frei bewegt. Anschliessend gibt man bei Key passphrase optional das gewünschte Schlüssel Passwort ein.

PuTTY Key generate

Zum Speichern des Private-Key die Schaltfläche Save private key wählen, beim Dialog „ob man sich sicher ist den Key ohne passphrase zu schützen!„, kann man sich entscheiden mit oder ohne Passphrase zu Speichern. Den Public Key speichern ist nicht zwingend erforderlich, weil dieser sich jederzeit aus dem privaten Schlüssel errechnen lässt.

  Der Private Schlüssel sollte an einem sicheren Ort aufbewahrt werden, dies gilt vor allem dann, wenn der Private Schlüssel nicht durch eine Passphrase geschützt ist. Ist ein Privat Key einmal abhandengekommen, können unbefugte damit nichts anfangen, wenn dieser durch eine Passphrase geschützt ist. Hingegen ist bei der automatisierten Verarbeitung durch Scripts eine Passphrase nicht erwünscht.

Der Dateiname und der Pfad beim Speichern ist frei wählbar, es hat sich aber für PuTTY-Schlüssel die Endung .ppk verbreitet, da es den Hinweis auf das vom Linux abweichende Format gibt. PuTTY akzeptiert OpenSSH-Keys nicht, im Menü Conversions ist es jedoch möglich, vorhandene OpenSSH-Keys zu importieren, und auch PuTTY-Keys zu exportieren.

Public Key auf Server Speichern

Der Public Key ist öffentlich und soll auf dem Server publiziert werden, diesen mit der Maus im Feld Key vollständig markieren und mit Ctrl+C in die Zwischenablage kopieren.

PuTTY Key Generator Public key pasting into authorized_keys

Nun loggt man sich mit PuTTY noch einmal mit Benutzername und Passwort auf dem entfernten Linux Server ein, öffnet die Datei ~/.ssh/authorized_keys mit einem Editor der Wahl und fügt den Public Key aus der Zwischenablage ein.

  Es darf am Schlüssel nichts verändert werden, einfach nur copy & paste. Es können in der Datei authorized_keys mehrere Schlüssel nacheinander stehen, ohne Leerzeichen oder Zeilen dazwischen.

PuTTY mit Private Key verwenden

Um beim nächsten Login die Public-Key-Authentifizierung zu verwenden, beginnt man beim öffnen von PuTTY gleich bei Basic options for your PuTTY session im Bereich Session, und gibt die IP-Adresse oder der Host Name ein, bei Saved Sessions trägt man den gewünschten Name ein und klickt auf Save, zuvor aber noch im Bereich Category unter Connection auf + SSH klicken, bei Auth im Feld Private key file for authentication den Dateinamen des Private Keys eintragen. Das geht am einfachsten, indem man auf Browse klickt und die entsprechende Datei im Dateiauswahl Fenster auswählt.

PuTTY SSH Key Authentication

Die Anmeldedaten für jede einzelne Verbindung kann als Session gespeichert werden. Wird nun eine Verbindung zum Linux Server aufgebaut, verlangt dieser nach der Identität, so dass der angegebene Benutzername einen in der Datei authorized_keys angegebenen öffentlichen Schlüssel besitzen muss, dieser zum Privaten Schlüssel passt.

Es wird zur Eingabe der Passphrase aufgefordert (falls eingetragen), um den in der lokalen Datei .ppk gespeicherten privaten Schlüssels zu aktivieren. Sind beide Schlüssel identisch, wird der Zugang gestattet.

SSH Konfiguration auf Linux Server

Auf dem Linux Server muss die SSH Server Konfiguration für SSH Authentifizierung über asymmetrische Schlüssel aktiviert sein, bei den meisten Linux Distributionen ist standardmässig die Public-Key-Authentifizierung aktiviert in /etc/ssh/sshd_config.

#PubkeyAuthentication yes
#RSAAuthentication yes
AuthorizedKeysFile      .ssh/authorized_keys

  OpenSSH: Ein führendes Hash (#) Zeichen bedeutet, das es sich um den Default Wert handelt, soll der Wert geändert werden, wird # entfernt und der Parameter entsprechend modifiziert.

Die Benutzer verwalten ihre Public Keys unter $home in ~/.ssh/authorized_keys nach dem erstellen mit adduser ist das Verzeichnis .ssh meist nicht vorhanden, es wird in diesem Fall als root für den User Fritz wie folgt erstellt.

$ cd /home/fritz
$ mkdir .ssh
$ chown fritz:fritz .ssh
$ chmod 700 .ssh
$ touch .ssh/authorized_keys
$ chmod 600 .ssh/authorized_keys

  Das Verzeichnis .ssh ist für andere Benutzer nicht einsehbar.