Archiv der Kategorie: Workaround

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Cookie-Hinweise Blockieren

Wer im Netz unterwegs ist, stößt derzeit ständig auf Cookie-Hinweise, die den Nutzer daran erinnern, dass sein Surfverhalten aufgezeichnet wird. Vor Jahren von der EU als nützliche Datenschutzinformation eingeführt, ist die jetzige Flut dieser Hinweise für viele Nutzer nur noch ein lästiges Hindernis.

Dieser Hinweis ist meiner Meinung nach relativ sinnlos, weil fast jede Website Cookies verwendet. Eine aktuelle Studie spricht etwa von 95 Prozent aller Websites, die das Surfverhalten der Nutzer mit Cookies und anderen ausgefeilten Methoden systematisch aufzeichnen.

Google löste Hinweiswelle aus

Eigentlich hat die EU bereits 2009 in der Cookie-Richtlinie festgelegt, dass eine Website das Onlineverhalten seiner Besucher nur dann speichern darf, wenn der einzelne User dem vorher zugestimmt hat. Die EU-Vorgaben wurden allerdings nie umgesetzt. Als gängige Praxis wurde bisher die Aufklärung mittels Datenschutzerklärung im Impressum als ausreichend angesehen.

Hinter der jetzigen Flut an Cookie-Hinweisen steckt ausgerechnet Google, der mit Abstand größte Datensammler im Internet. Im Herbst letzten Jahres verpflichtete Google all seine Werbepartner, die EU-Richtlinie zu befolgen und auf Cookies hinzuweisen. Das Ergebnis bekommen die Nutzer seit Monaten massenweise zu sehen.

Cookie weiß was Nutzer tun

Bei jedem Websitebesuch hinterlässt der Nutzer Spuren. Diese werden von den Betreibern der Websites gespeichert und ausgewertet. Das nennt man Tracking. Dabei kommen unter anderem Cookies zum Einsatz, kleine Textdateien, welche die personenbezogenen Informationen direkt auf dem Computer des Nutzers speichern. Ursprünglich wurden die Cookies eingeführt, um sich zu merken, was der Benutzer vorher auf der Seite gemacht hat. Auch Facebook nutzt die Technik rigoros um anhand des Surfverhalten der Nutzer die passenden Produkte platzieren zu können.

Cookies zeichnen klares Bild des Nutzers

Mit Hilfe der Cookies können die Websitebetreiber genau nachvollziehen, welche Videos wann angeschaut und welche Produkte wie oft aufgerufen wurden. Aus einer Fülle von Einzeldaten zeichnen sie so eine ausführliche Datenspur, die ein klares Bild des Nutzers ergeben.

Sollte man manche Cookies also besser nicht erlauben? Das gezielte Ausschalten einzelner Cookies ist technisch möglich, aber unrealistisch für den Endnutzer. Das Blockieren aller Cookies ist hingegen technisch einfach möglich, hat aber den Nachteil, dass dann viele Funktionen von Webseiten einfach nicht mehr funktionieren. Zum Beispiel das automatische Log-in und das Hinterlegen von Produkten im Warenkorb.

Im Browser Cache gespeicherten Cookies löschen

Die im Browser Cache gespeicherten Cookies können mit Plugins wieder gelöscht werden, wie mit dem Click&Clean, dieses beim beenden des Browsers alle Cookies und bei bedarf den Verlauf und weitere Daten aus dem Cache entfernt.

Cookie-Warnungsblocker bringen Ruhe

Ein Browser Plugin mit dem bezeichnenden Namen „I don’t care about Cookies“ existiert bereits. Einmal im Browser installiert, werden die Hinweise einfach ausgeblendet. Auch Adblock und uBlock (Fanboy’s Cookiemonster List) bieten Filter gegen die massenhaften Hinweise an. Andere Filter wie zum Beispiel „Ghostery“ und „Disconnect“ zeigen an, wie viele Cookies auf welcher Website im Einsatz sind, denn bei vielen Websites weiß man nicht was alles im Hintergrund noch sonst so läuft.

uBlock Origin: Dashboard – Vorgegebene Filter

 

Selbst signierte Zertifikate mit OpenSSL erstellen

Mit OpenSSL selbst signierte Zertifikate erstellen, prüfen und verwalten

OpenSSL ist ein vielseitiges Kommandozeilen-Tool, das für eine Vielzahl von Kryptographischen Aufgaben im Zusammenhang mit Public Key Infrastructure (PKI) und HTTPS (HTTP über TLS) verwendet werden kann.

Dieses Tutorial zeigt das erstellen von selbst signierten Zertifikate mit OpenSSL. Für Zertifikate zur asymmetrischen Verschlüsselung in Beta und Testaufgaben. Die für interne oder in Entwicklungsumgebungen eingesetzt werden. Die mit Kosten verbunden, CSR Certificate Signing Request Zertifikate lohnen sich für Testzwecke nicht die von einem Trusted CA Zertifikatsaussteller ausgestellt werden. Hierzu in einem Beispiel die generierung eines privaten Schlüssels mit Zertifikat Ausstellung und dessen Signierung.

Selbst signierte Zertifikate mit OpenSSL  erstellen

Selbst signiertes Zertifikat erstellen

openssl genrsa -out priv.key 4096
openssl req -new -nodes -sha256 -key priv.key -out cert.csr
openssl x509 -req -sha256 -days 3650 -in cert.csr -signkey priv.key -out cert.crt

Bei diesem Beispiel wird ein Privater Schlüssel mit einer länge von 4096 bit generiert, dieser 10 Jahre gültig ist, es werden die X509 Distinguished Key Identifier definiert, mit der Verschlüsselung des SHA256 Algorithmus, abschliessend wird das Zertifikat selbst signiert.

PS C:\temp> openssl genrsa -out priv.key 4096
Generating RSA private key, 4096 bit long modulus
................................++
..................................++
e is 65537 (0x010001)
PS C:\temp> openssl req -new -nodes -sha256 -key priv.key -out cert.csr
You are about to be asked to enter information that will be incorporated
into your certificate request.
What you are about to enter is what is called a Distinguished Name or a DN.
There are quite a few fields but you can leave some blank
For some fields there will be a default value,
If you enter '.', the field will be left blank.
-----
Country Name (2 letter code) [AU]:CH
State or Province Name (full name) [Some-State]:ZRH
Locality Name (eg, city) []:ZURICH
Organization Name (eg, company) [Internet Widgits Pty Ltd]:Cyber Lab Ltd.
Organizational Unit Name (eg, section) []:DevOps Root CA Cert Authority
Common Name (e.g. server FQDN or YOUR name) []:cyber.foo.org
Email Address []:support@cyber.foo.org

Please enter the following 'extra' attributes
to be sent with your certificate request
A challenge password []:1234
An optional company name []:1234

Das so generierte Self-signed certificat dient zur Kryptographischen Verschlüsselung für HTTPS / TLS Server und Client, Code Signing, IP End Point Security (SSL-VPN) oder für S/MIME – E-Mail.

Das Zertifikat cert.crt wird anschliessend im Zertifikatspeicher importiert, dies zu Vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstellen und zu den Eigenen Zertifikate.

Selbst signierte Zertifikate mit OpenSSL  erstellen
Abbildung: Zertifikat-Snap-In

OpenSSL – Open Secure Socket Layer protocol gehört bei den meisten Linux Distributionen zum Standard, die Windows Binaries stehen auf sourceforge zur Verfügung.

XCA – X Certificate Key Management

Wer mit dem OpenSSL Kommandozeilen-Tool nicht vertraut ist, kann das Tool X Zertifikat – xca verwenden, dieses in einer GUI sämtliche Optionen bietet.

X Zertifikat und Key Management ist eine Schnittstelle für die Verwaltung von asymmetrischen Schlüsseln wie RSA oder DSA. Es ist für die Erstellung und Signierung von Zertifikaten gedacht. Für die kryptographischen Operationen wird die OpenSSL-Bibliothek verwendet.

Features

  • Start own PKI and create all kinds of certificates, requests or CRLs
  • Import and export in any format like PEM, DER, PKCS#7, PKCS#12
  • Use them for your IPsec, OpenVPN, HTTPs or any other certificate based setup
  • Manage your Smart-Cards via PKCS#11 interface
  • Export certificates and requests to a OpenSSL config file
  • Create Subject- and/or Extension- templates to ease issuing similar certs
  • Convert existing certificates or requests to templates
  • Get the broad support of x509v3 extensions as flexible as OpenSSL but user friendlier
  • Adapt the Columns to have your important information at a glance

Download bei sourceforge

X-Certificate-Key-management
Abbildung: X Certificate and Key management

Bevor Schlüssel und Zertifikate generiert werden können, muss eine Datenbank mit <Ctrl+N> angelegt werden. Nach dem generieren eines Privaten Schlüssels kann ein neues Zertifikat erzeugt werden. Die Privaten Schlüssel sollten Passwort geschützt aufbewahrt werden. Wird ein Privater Schlüssel für unautorisierte verfügbar, ist das Zertifikat nicht mehr sicher und muss ersetzt werden.

Schlüssel und Zertifikat überprüfen

Privat Key Prüfen und ausgeben

openssl rsa -check -in priv.key

Zertifikat anzeigen

openssl x509 -noout -text -in cert.crt

Certificate Signing Request Prüfen und ausgeben

openssl req -text -noout -verify -in cert.csr

Überprüfung des Privaten Schlüssels, des CSR und des Zertifikates auf Echtheit.

openssl rsa -noout -modulus -in priv.key | openssl md5
openssl x509 -noout -modulus -in cert.crt | openssl md5
openssl req -noout -modulus -in cert.csr | openssl md5

Wenn die Ausgabe jedes Befehls identisch ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das Zertifikat und der CSR mit dem private Schlüssel verwandt sind.

Fazit

OpenSSL ist das vielseitige Swiss Army Knife, das für eine Vielzahl von Kryptographischen Aufgaben für asymmetrische Verschlüsselung eingesetzt werden kann, von der Generierung eines privaten Schlüssels mit Zertifikat Ausstellung und dessen Signierung, bis hin zur Überprüfung auf Authentizität mit Verbindungstest der Konnektivität.